EDELÉNY

Edelény liegt an einem der glücklichsten Punkt der Borsoder Landschaft, in dem plötzlich breit gewordenen Tal des Flusses Bódva, 25 km von Miskolc entfernt. Es ist das Handels- und geistigkulturelle Zentrum der Region, der Zahl seiner Einwohner ist annähernd 12 tausend. Die Stadt entstand durch die Vereinigung von drei Gemeinden. Im 1950 wird die Namensgebersiedlung des Komitats, Borsod, dann im 1963 Finke an Edelény angeschlossen: im 1986 bekam es seinen städtischen Rang.

Seine Geschichte ist sehr wechselhaft und bunt, gleichzeitig kampfreich. Das Leben blühte wieder und wieder auf, die Lebenskraft und die Bedeutung der Stadt zeigten sich mehrmals. In den letzten Jahren begann eine schnelle Verstädterung.

Der wunderschöne „Talflur” der Bódva war in den alten Zeiten eine Kriegsstraße, in Friedenszeit eine Handelsstraße. In den alten Zeiten stand die Burg von Borsod Wache in dem Engpass der Bódva, Edelény verfügte über die Brücken der Bódva, aber seine erste urkundliche Erwahnung erfolgt erst im 1299.

Die Wirtschaftsstruktur der Stadt wurde lange Jahrzehnte lang von dem Kohlenbergbau und der Landwirtschaft bestimmt. Die Bergwerke wurden aber im August 1995 geschlossen, statt der Großbetriebsproduktion ist für seine Landwirtschaft der für eigene Zwecke produzierrende Obst- und Weinbau charakteristisch. Trotz der mit der Arbeitslosigkeit belasteten Einwohnerschaft und den steigenden finanziellen Schwierigkeiten der Selbstverwaltung der Stadt werden die Besucher von renovierten öffentlichen Gebäuden, einer immer geordneteren, sauber gehaltenen Innenstadt, neuen Einrichtungen, Geschäften erwartet.

Partnerstädte der Siedlung: Bad Sobernheim (Deutschland); Worb (Schweiz); Moldava nad Bodvou (Szepsi, Slowakei); Siewiez (Polen).

Zu den weltberühmten Höhlen des Nationalparks Aggtelek führt die Hauptstraße durch die Stadt. Zur Stadtumgebung gehört das sich zwischen den sanften Abhängen östlich versteckende Cserehát mit seinen kleinen Dörfern und seiner ungefälschten Dorfstimmung: im Westen das heute noch weniger bekannte, romantische Galyaság. In Richtung Slowakei wird der Verkehr von einem internationalen Grenzübergang (Aggtelek) und einem kleinen Grenzübergang (Tornanádaska) gesichert.

Aus der Vergangheit hintergebliebende Werte:

Erdburg Borsod (Borsodi Földvár), Váralja Straße (Váralja utca)

Sie wurde aus Erde und Holz in dem nördlichsten Teil der Stadt, am Ufer der Bódva, auf einem natürlichen Felsenhügel gebaut. Der Hügel selbst wurde schon im X. Jahrhundert von einer ungarischen Volksgruppe bewohnt, die Burg wurde im XI. Jahrhundert, bis 1241 gebaut. Sie war bis zum Tatarenstrum das Zentrum des Komitats Borsod. Ihr reiches archäologisches Ausgrabungsmaterial ist im Ausstellungsraum im Hof des Heimatmuseums (Tájház) zu besichtigen. Das geordnete Gebiet der Burg ist ein historischer Gedenkpark und ein kultureller Veranstaltungsort.

Heimatmuseum Borsod (Borsodi Tájház), Borsodi Straße (Borsodi út) 155.

Es ist das Heimatmuseum der Stadt und des Bódva-Gebietes. In den volkstümlichen Wohnhäusern, Wirtschaftsgebäuden von drei Grundstücken ist das Material der volkstümlichen und bürgerlichen Wohnkultur und Wirtschaftung, eine Schmiede, eine Böttcherei und eine Schusterei, einte textil- und bibliothekhistorische Ausstellung zu besichtigen. Sein Hof ist fürs Zelten, Camping ausgezeichnet geeignet.

Reformierte Kirche Borsod, Bors vezér Straße (Bors vezér utca)

Sie wurde auf dem Burghügel, an der Stelle einer uralten Kirche im 1789-92 im Barockstil, mit seiner wertvollen gemalten Holzkassettendecke und seiner Einrichtung zusammen, gebaut.

Reformierte grosse Kirche Edelény, István király Straße (István király útja) 47.

Sie ist das älteste Gebäude der Stadt, sie wurde gegen 1330 im Gotikstil gebaut. Ihre Fenster, ihre Haupteingänge aus Stein und Holz, ihm imposanter Innenraum ist sehenswert.

Schloss L’Huillier-Coburg, Borsodi Straße (Borsodi út) 7.

Es steht auf der Insel Bódva, in der Mitte eines geschützten Parks. Es ist ein Meisterstück der barocken Architektur. Sein Hauptgebäude ließ der Burghauptmann von Eger, Ferenc L’Huillier zwischen 1727-40 bauen, dann war es das Eigentum der Familie Forgách bzw. Dessewffy, Coburg. Heute ist es ärarisches Eigentum und wartet auf Benutzung. Sein Schmiedeeisentor (auf dem Deckblatt) und seine sechs gemalten Saale auf dem ersten Stock, seine Öfen im Zopfstil sind besonders erwähnungswert. Auf der linken Seite der Straße zum Schloss ist eine Grabkapelle im Barockstil zu sehen.

Sonstige Sehenswürdigkeitn der Stand sind noch: römisch-katholische Kirche (1903-05); griechische-katholische Kirche (1980-82); Heldendenkmal; Bergmanndenkmal, das Gebäude der Zuckerfabrik; Bergmannskolonie; Bildungszentrum.